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Dessous und andere Kleidungsstücke

Was Frauen oder Männer – je nach Standpunkt des Betrachters – „drunter“ tragen, ist seit jeher eine ungemein spannende, voyeuristische Frage. Die Antwort lautet: auf jeden Fall Klebstoff. In BHs beispielsweise stecken – wie in vielen anderen Kleidungsstücken – Spezialklebstoffe, die die verschiedenen Stoffschichten zu einem Material verbinden. Unten drunter klebt es folglich.

Wenn Veronika Ferres die Bühne betritt, um den Bambi für die beste Schauspielerin entgegenzunehmen, sind neidische Damenblicke und bewundernde Männeraugen keine Seltenheit. Ihr Aussehen, ihre elegante Abendrobe und ein perfekt geschnittenes Dekolletee beeindrucken. Nicht wenige fragen sich zu einem solchen Zeitpunkt fast lustvoll: Was mag wohl unter diesem traumhaften Outfit stecken?

Eins ist sicher und darf an dieser Stelle auch ohne Bedenken verraten werden: Sie trägt Klebstoff.
Grund: Viele unserer Kleidungsstücke – speziell auch BHs oder Badeanzüge – bestehen aus mehreren unterschiedlichen Stoffschichten, die mit speziellen Klebstoffen erst zu einem Material verbunden werden. Besonders häufig werden Stoffe mit atmungsaktiven Membranen kombiniert.
Die Anforderungen an die Textilien sind höchst unterschiedlich und zum Teil so komplex, dass ein Einzel-Material diese nicht erfüllen kann. Deshalb ist es nötig, Materialien zu verbinden. Egal ob bei Dessous oder Outdoor-Kleidung. Die Klebstoffe, die solche Kaschierung und Beschichtung von Textilien ermöglichen, sind Schmelzklebstoffe, Dispersionsklebstoffe und Pulverklebstoffe.

Sie verbinden dauerhaft die verschiedensten Stoffe und Membranen und sorgen dafür, dass wir uns wohlig warm und vor Feuchtigkeit weitgehend geschützt in unsere Kleidung hüllen, unsere Haut aber gleichzeitig weiter atmen kann.
Hightech-Klebstoffe erfüllen dabei die hohen Anforderungen des „Öko-Tex Standards 100“ für besonders schadstoffarme Textilien. Nur mit der Technologie des Klebens sind die ständig steigenden Erwartungen an Stoff und Kleidung realisierbar: eine Beständigkeit gegen Waschen, Schmutz und UV bei Freizeitkleidung, die Beständigkeit gegen Feuer oder Chemikalien bei Schutzkleidung oder die Sterilisations- und Hydrolysebeständigkeit bei medizinisch, hygienischen Kleidungsstücken. All diese Anforderungen werden erfüllt, ohne dabei den Tragekomfort oder atmungsaktive Eigenschaften zu mindern.

Auch bei Veronika Ferres und allen anderen, die im strahlenden Rampenlicht des Show-Biz glänzen, gilt deshalb wie für jeden von uns: Nicht nur Kleider machen Leute, Klebstoffe auch.